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Kleiderbügel aus dem Ehm Welk- und Heimatmuseum Angermünde, 2012

Die schönste Geschichte am Schluss. Sie beginnt mit einem Ferngespräch aus Süddeutschland. Da rief ein älterer Herr im Ehm Welk- und Heimatmuseum Angermünde an und fragte, wie die frühere „Straße der SA“  heute hieße. „Es ist nämlich so, dass ich auf der Suche nach jemandem bin, es handelt sich um eine Dame, die noch eine junge Frau war, als wir uns damals begegneten.“ Sie hatten sich gegen Kriegsende kennengelernt, 1947 aber aus den Augen verloren. Der einzige Hinweis, den der Herr bei seiner Suche hatte, war ein Kleiderbügel aus dem elterlichen Textilgeschäft der Gesuchten und die alte Adresse darauf. Über eben einen solchen Bügel hatte die Museumsleiterin kurz vorher recherchiert und wusste also, dass die „Straße der SA“ die heutige Rosenstraße ist. Über den heutigen Betreiber des Geschäfts ließen sich der aktuelle Nachname und die Adresse der Gesuchten ermitteln. Das Paar von damals hat sich tatsächlich wiedergesehen, froh und glücklich, mit über 80 Jahren wieder zueinander gefunden zu haben. Ein halbes Jahr war ihnen noch geschenkt. Auf ihren Sarg ließ er sieben Rosen legen – für sieben Jahrzehnte, die es bis zum Wiedersehen gedauert hatte. Jener Kleiderbügel, der nun ins Angermünder Museum kam, wird diese Geschichte hoffentlich auf ewig bewahren.

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