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Museum Oder-Spree

„abreißen und aufbauen“ im museum oder-spree

Bauarbeiterhelme, -jacken und -hosen in einer Ausstellung? Ein Baumstamm? Und eine Werbetafel für Immobilien? Das neue Jahresthema »abreißen und aufbauen« hat dem museum oder-spree auf der Burg Beeskow wieder einige ungewöhnliche zeitgeschichtliche Objekte beschert, zu denen aus dem Museumsdepot passende Gegenstücke gefunden wurden: zum Beispiel eine Dielsäge aus der Zeit um 1900 und eine Kinderbadewanne aus der einstigen Kinderkrippe auf der Burg.

Angelehnt an die Geschichten aus dem aktuellen »kursbuch oder-spree«, bringt die neue Ausstellung nun Menschen, Orte und Objekte in vier Ausstellungsräumen zusammen und nähert sich so Fragen der Baukultur. Auch im Landkreis Oder-Spree sind Abriss und Neubau, Umbau und Rückbau vielerorts durch Inflation und Energiekrise ins Stocken geraten. Noch aber rollt der Fuhrpark von Bauingenieur Alexander Kurylyszyn durch die Region, noch vergibt die öffentliche Hand Aufträge an baubegleitende Archäologen und Archäologinnen wie Hanne Decker. Auch für den Forstbetrieb von Richard Tschuschke läuft es gut, weil die Qualität seines Holzes bei günstigen Preisen stimmt. Nebenher nehmen abseits der Großstadt die ungewöhnlichsten Ideen Gestalt an: der Umbau einer freigezogenen Beeskower Schule in ein Wohnhaus, der Neubau eines Klosters mitten im Wald bei Treppeln, die Überlassung eines Sees an die Natur, nachdem keine andere Nutzung mehr infrage kommt.

Ebensolche Geschichten rückt das museum oder-spree mit seiner neuen Ausstellung »abreißen und aufbauen« nun in den Fokus. Erstmals zu sehen ist dann auch das wandgroße Bild zum Jahresthema, für dessen Gestaltung nach Georg Barber alias Atak und Mona Höke dieses Mal der Frankfurter Künstler Michael Voll gewonnen werden konnte.

Für jüngere Besucher:innen wird sich bis dahin zudem die Museumswerkstatt unterm Dach dem Thema angepasst haben: Neben vielen Bastelmaterialien warten dort jetzt Klemmbausteine verschiedener Hersteller auf ihren (Bau)Einsatz.

Museum Oder-Spree

Seit 65 Jahren beherbergt die Burg Beeskow – 1316 erstmals urkundlich erwähnt – ein Museum lokaler Prägung. Einzigartig ist, dass es in Brandenburg kein anderes regionales Museum gibt, das sich dezidiert der Erkundung der zeitgenössischen Alltagskultur und ihrer Hintergründe widmet. Mit dem Ziel, die Region zu verstehen und zu gestalten, versteht es sich heute als Arbeits-, Lern- und Verhandlungsort für Fragen, die die Zukunft betreffen. Stadt, Land, Fluss – wer den knapp 30 Meter hohen Bergfried besteigt, überschaut die Region auf einen Blick. Ebenfalls auf der Burg befindet sich das Musikmuseum Burg Beeskow, das einen Querschnitt durch die Entwicklungsgeschichte der selbstspielenden Musikinstrumente zeigt. Die Sammlung bietet einen Überblick über alle Instrumententypen der europäischen und US-amerikanischen Produktion. Schwerpunkte bilden das Orchestrion, selbstspielende Klaviere und Reproduktionsklaviere. Bei Führungen können Besucher in die vergessene Welt der Musikautomaten eintauchen und erleben, wie bereits vor 100 Jahren Musik reproduziert wurde.

Foto: Museum Oder-Spree, Kurylyszyn und H.Decker

Adresse / Kontakt:
Museum Oder-Spree
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

Tel.: 03366 352 727
info@museumoderspree.de

https://museumoderspree.de/

 

 

 

Öffnungszeiten: 

April bis September:

Dienstag - Sonntag 10-18 Uhr

Oktober bis März:

Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr

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