Projekt zur Entwicklung von Digitalstrategien
Die Digitalstrategie ist als ein konzeptionelles, schriftlich festgehaltenes Leitbild für die digitale Ausrichtung eines Museums zu verstehen. Sie benennt den Status Quo, setzt Schwerpunkte, definiert Zielvorgaben und legt Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele fest. Wie genau die digitale Strategie aussieht und welche Aufgabenbereiche sie umfasst, kann dabei von Museum zu Museum unterschiedlich sein.
Nur wenige Museen in Brandenburg haben bisher eine Strategie für ihre digitale Transformation erarbeitet und verschriftlicht. Der Museumsverband Brandenburg möchte daher in einem auf zwei Jahre angelegten Projekt, die Museen bei der Erstellung von Digitalstrategien unterstützen. Im Rahmen von vier Netzwerkprojekten und begleitet durch eine Workshopreihe soll die digitale Transformation brandenburgischer Museen in möglichst großer Breite angestoßen werden.
Workshopreihe: Grundlagen zur Erstellung einer Digitalstrategie
Die digitale Transformation stellt Museen vor neue Herausforderungen – und Chancen. Eine durchdachte Digitalstrategie hilft, Ziele zu definieren, Maßnahmen zu planen und die digitale Ausrichtung eines Museums nachhaltig zu gestalten. Doch wie entwickelt man eine solche Strategie?
Um Museen in Brandenburg bei diesem Prozess zu unterstützen, bieten wir eine mehrteilige, aufeinander aufbauende Workshopreihe an, die grundlegendes Wissen zur Erstellung einer Digitalstrategie vermittelt. Die Workshops fanden 2025 in Süd-Brandenburg statt und werden 2026 in Nord-Brandenburg wiederholt. Es wird empfohlen, alle Workshopteile zu belegen. Mit dem Ende der Workshopreihe wird ein “Workbook” veröffentlicht, welches die Museen bei der Erstellung ihrer Digitalstrategie künftig unterstützt.
Workshop 1: Was ist eine Digitalstrategie?, 2. März 2026, 10-15 Uhr, Dominikanerkloster Prenzlau / Kulturzentrum und Museum
Eine Digitalstrategie ist ein Leitbild für die digitale Zukunft eines Museums. In diesem Workshop werden Grundlagen vermittelt, verschiedene Strategieansätze vorgestellt und erste Schritte zur Entwicklung einer individuellen Digitalstrategie erarbeitet.
Workshop 2: Digitale Kompetenz, Infrastruktur & Ausstattung, 4. Mai 2026, 10-15 UhrMuseum Angermünde
Digitale Transformation erfordert sowohl technisches Wissen als auch die passende Infrastruktur. Dieser Workshop behandelt die notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um digitale Projekte – einschließlich KI-basierter Anwendungen für den Museumsalltag – erfolgreich umzusetzen, und zeigt praxisnahe Lösungsansätze auf.
Workshop 3: Digitale Kommunikation, Vermittlung & Öffentlichkeitsarbeit, 6. Juli 2026, 10-15 Uhr, Regionalmuseum Oberhavel Oranienburg
Wie können Museen digitale Medien nutzen, um Inhalte attraktiv zu vermitteln und mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten? Im Fokus stehen digitale Vermittlungsformate, Social Media, Webseiten und weitere Kommunikationskanäle, die zur strategischen Sichtbarkeit eines Museums beitragen.
Workshop 4: Digitales Selbstverständnis, Digital-Analoge Vision, 7. September 2026, 10-15 Uhr, Kultur Kloster Kyritz
Eine erfolgreiche Digitalstrategie erfordert ein klares Selbstverständnis und eine langfristige Vision. In diesem abschließenden Workshop reflektieren die Teilnehmer*innen die digitale Positionierung ihres Museums mit Hilfe der LEGO Serious Play-Methode und entwickeln anhand ihrer Modelle und entwickeln konkrete Zielbilder für die Zukunft.
Anmeldung
Individuelle Beratung und Erstellung einer Digitalstrategie für regionale Verbünde
Mit vier (jeweils zwei in 2025 und in 2026) ausgewählten Regionen (z. B. Landkreisen) oder regionalen Museumsverbünden werden auf Basis der Workshopreihe und mit Unterstützung des MVB, vernetzte Digitalstrategien erarbeitet. Ziel ist es, dass die einzelnen Museen des regionalen Verbundes einerseits einen hauseigenen Perspektivplan für die digitale Transformation entwickeln. Andererseits soll eine museumsübergreifende Digitalstrategie für die Region erarbeitet werden. Letztere ist darauf ausgerichtet, in der Region vorhandene digitale Ressourcen zu identifizieren und deren strategischen Entwicklung gemeinsam zu planen. Das Konzept kann seinen Fokus auf verschiedene Schwerpunkte legen, beispielsweise auf eine gemeinsame Strategie für die digitale Öffentlichkeitsarbeit, die aufeinander abgestimmte und sich gegenseitig unterstützende digitale Erfassung und Präsentation der Sammlungen oder den Aufbau eines zentralen Digitalisierungszentrums. In diesem Jahr werden wir mit dem museumspädagogischen Dienst vom Landkreis Dahme Spreewald sowie (voraussichtlich) dem Landkreis Spree-Neiße zusammenarbeiten.
Kontakt
Swantje Bahnsen
bahnsen@spam.museen-brandenburg.de
Tel. 0331 / 23 27 911
Gefördert mit:
