Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um ideale Standards, sondern auch um pragmatische Lösungen bei begrenzten Ressourcen und typischen Unsicherheiten im Museumsalltag. Die Teilnehmenden können gern ein eigenes „Objektsorgenkind“ mitbringen – also ein Objekt, einen Fall oder eine Fragestellung aus der eigenen Sammlungspraxis.
Programm
10.00–11.00
Ankommen und Orientierung
Begrüßung im Stadtmuseum Wittenberge; Führung durch Stadtmuseum und Magazin; anschließend gemeinsamer Ortswechsel ins Torwächterhaus.
11.00–12.30
Vom Angebot zur Annahme
Vorstellung der Teilnehmenden und ihrer „Objektsorgenkinder“. Kurzüberblick zu Museums- und Sammlungskonzept, Sammlungsprofil sowie Nachbar- und Partnermuseen. Besprochen werden gezielte und zufällige Annahme, transparente Informationen an Gebende, Schenkungsvertrag, Vor- und Nachteile eines Leihvertrages sowie die Frage nach dem Eingangsbuch.
Vom Annehmen zum Aufnehmen
Klärung des Unterschieds zwischen Annahme und Aufnahme: Prüfung von Sammelwürdigkeit, Provenienz, Aura, Relevanz für das Sammlungsprofil, Ausstellungsbezug und Besucher*innenrelevanz.
12.30-13.15
Mittagspause
13.15–14.30
Vom Objekt zur Dokumentation
Übung zur Objektbeschreibung: Inventarnummernvergabe und fachgerechtes Aufbringen der Nummer; typische Fehler und Standards. Einführung in die Objektfotografie und die Objektbeschreibung.
14.30–16.00
Werkstatt und Transfer
Grunddatenpflege, spätere Detaildateneingabe und Lagerung. Objektgeschichte: das Objekt als Prisma unterschiedlicher Zugänge.
Individuelle Fragen und Werdegang der „Objekt-Sorgenkinder“
