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Webbasierte AR-App mit Autorensystem

Im Jahr 2020 entwickelte der Museumsverband Brandenburg in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationsanwendungen (INKA) eine web-basierte Augmented-Reality-Anwendung. Im Gegensatz zu vielen anderen Anwendungen dieser Art, wird hierbei auf die Bereitstellung nativer Anwendungen (nativer App) für Googles Android und Apples iOS verzichtet und dafür auf die universell verfügbaren Internet-Browser und Smartphone-Kameras gesetzt. Inzwischen fand die AR-App mit dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder) einen erster weiteren Anwender (https://www.kleist-museum.de/kleist-museum/ausstellungen/buehnenwelten/). Dieser Prototyp der AR-App wurde nun in bewährter Kooperation mit der HTW-Berlin weiterentwickelt und mit einem Autor*innensystem mit Koordinationsfunktionen ausgestattet. Dazu wurden neue Benutzungsschnittstellen und Interaktionstechniken, die bereits in verschiedenen Prototypen der Forschungsgruppe INKA erprobt werden, eingesetzt und angepasst.

Anwendungsbeispiele
Parallel zur Entwicklung des Autorensystems wurde die Oberfläche der AR-App im Zuge von drei Anwendungsbeispielen in brandenburgischen Museen erprobt und weiterentwickelt. Kooperationspartner waren hier aus der erweiterten Prignitzer Region die Museumsfabrik Pritzwalk, das Wegemuseum Wusterhausen und das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg. In den beiden erstgenannten Museen unterstützten Testgruppen die Erprobung der App. In der Museumsfabrik Pritzwalk waren dies Schüler des örtlichen Gymnasiums und in Wusterhausen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums. Es fand ein gemeinsames Treffen beider Testgruppen in Pritzwalk sowie zusätzlich jeweils ein weiteres Treffen im jeweiligen Museum statt. Die Zusammenkünfte waren sehr fruchtbar, da durch den unverstellten Blick auf das Produkt neue Anforderungen und Probleme zur Usability der App benannt wurden.

Bei den in den Museen entwickelten Anwendungsbeispielen handelt es sich um Museumsrallyes, die unter dem Motto „Museumsobjekte zum Mitnehmen“ in  drei verschiedenen Komplexitätsgraden erstellt wurden. Die Idee: Der Gast betritt das Museum und wird anhand einer Erläuterungstafel über die Rallye aufgeklärt. Ziel ist es jeweils, Objekte in der Ausstellung zu identifizieren, die man dann über das Scannen eines Markers  auf dem Display seines eigenen mobilen Endgeräts als 3D-Scan betrachten kann. Der Scan kann aber auch heruntergeladen und somit das Objekt als Scan mit nach Hause genommen werden.  Die Komplexität der Rallyes reicht dabei von einfachen, in der Ausstellung verteilten Objektbildern als Marker, über Objektbilder mit Begleittexten, bis hin zu Rätselfragen, die in der App integriert sind und den Gast zum richtigen Objekt leiten sollen.

Autorensystem
Das Autorensystem ermöglicht es nun Museen, selbständig eine Museumsrallye mit 3D-Objekten zu erstellen. Der Zugang zum System  erfolgt über ein durch eine Authentifizierung geschützten Zugang. Hier können dann 3D-Objekte hochgeladen sowie Bildmarker erzeugt werden.  Aus diesen Elementen werden dann AR-Elemente generiert, die hinsichtlich ihrer Position, Rotation, Skalierung, Beleuchtung usw. angepasst werden können. Es ist dann noch möglich, zu den Objekten weitere Informationen wie Bilder und Texte hinzuzufügen. Alle Scans und Daten liegen dauerhaft auf den Servern der HTW-Berlin. Ein langfristiger Zugang zu den Daten sowie die Nutzung der Serverkapazitäten sind mit der Hochschule vereinbart. Der Support für die Museen zur Nutzung des Autorensystems und der App erfolgt durch den Museumsverband Brandenburg.

Broschüre und Postkarten mit Augmented Reality


In dieser Broschüre (PDF) erzählen 21 Objekte aus 21 brandenburgischen Museen Geschichten über die DDR. Es sind Schlaglichter, die mit ihrem fokussierten Blick eine Idee vom „großen Ganzen“ vermitteln: vom Alltag der Menschen im „Arbeiter- und Bauernstaat“, von der Arbeit in den Betrieben und den Produkten, die mal Innovation, mal Improvisation und mal Plagiate waren. In den Geschichten ist immer wieder der Staat präsent und die Menschen, die ihn machten, mittrugen, ertrugen oder bekämpften. Auch das Ende der DDR wird sichtbar, im Scheitern aber auch in Neuanfängen.

Um die Objekte und ihre Geschichte in Szene zu setzen, haben wir uns zusammen mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin etwas ganz Besonderes ausgedacht. Viele Objekte in der Broschüre können Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet von allen Seiten in 3D betrachten. Bei einigen zeigen wir weitere Bilder und Videos. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in der Anleitung auf der Innenseite des Covers.

Unsere kleine Auswahl ist natürlich nur die berühmte „Spitze des Eisbergs“. Sie ist inspiriert vom Netzwerk DDR-Geschichte im Museum, in dem sich mehrere Museen in Brandenburg zusammengeschlossen haben. Sie erzählen mit ihren Ausstellungen und Vermittlungsangeboten natürlich noch viel mehr über die DDR. Die Museen freuen sich auf Ihren Besuch!
 

Die Technologie der Anwendung wird in Kooperation mit der HTW Berlin, Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationsanwendungen (INKA), erarbeitet und aktuell weiterentwickelt. Statt herkömmlicher Apps für Smartphones, setzen wir hierbei auf standardisierte Webtechnologien. Wir freuen uns daher über Ihr Feedback zur Nutzung unserer Anwendung. Was hat bei Ihnen funktioniert und was nicht? Welche Anregungen haben Sie, um die Handhabung der Anwendung zu verbessern. Bitte nutzen Sie für Ihr Feedback das Formular am Ende der Seite oder schreiben Sie uns eine E-Mail.




Ein weiteres Produkt des Projekts ist eine siebenteilige Postkartenserie mit ausgewählten Objekten aus den Sammlungen der Museen. Scannt man den auf der Postkarte befindlichen QR-Code mit einem Smartphone und hält dieses über die Postkarte, erscheint das abgebildete Objekt in 3D. Das Objekt kann nun auf dem Display des Smartphones dreh und zoombar von allen Seiten betrachtet werden. Die Postkarten können einzeln oder als Serie hier ausgedruckt werden. Sie sind auch beim Museumsverband Brandenburg oder den beteiligten Museen erhältlich. (Postkarten_druck.pdf)

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Kontakt

Alexander Sachse
sachse@museen-brandenburg.de
Tel. 0331 / 23 27 914

Digitalisierungsprojekt:

Arne Lindemann
lindemann@museen-brandenburg.de
Tel. 0331 / 23 27 911

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