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Museum der Natur und Umwelt Cottbus

Die ständige Ausstellung des Museums der Natur und Umwelt gab einen Überblick über den geologischen Bau, die erdgeschichtliche Entwicklung der Niederlausitz sowie die Flora und Fauna Süd- und Ostbrandenburgs. Sie vermittelte auch einen Einblick in die Entstehung und den Abbau der Niederlausitzer Braunkohle.

Anhand von zahlreichen Exponaten – Fossilien, Mineralien, Gesteinen sowie Tier- und Pflanzenpräparaten, welche z.T. in Dioramen in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt wurden – erhielt man Auskunft über die Natur und Landschaft der Region. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzten das Angebot.

Außenanlage des Museums

Die geologisch-botanische Außenanlage des Museums im Spreeauenpark Cottbus besteht aus Tertiärwald, Kohlemoor, Mammutbaumstubben und Findlingsallee.Der Niederlausitzer Tertiärwald ist die Nachgestaltung von Landschaft und Vegetation an den Ufern der Ur-Elbe vor ca. 10 Millionen Jahren mit heutigen verwandten Gehölzen.Grundlage für die wissenschaftliche Konzeption sind fossile Pflanzen des Jungtertiärs der Niederlausitz aus der Sammlung des Museums.Das Besondere ist die Nachgestaltung einer konkreten Fundstelle, des Blättertons von Wischgrund bei Lauchhammer.

Das Kohlemoor zeigt die Pflanzenwelt zur Zeit der Entstehung der Niederlausitzer Braunkohlen vor ca. 23 Millionen Jahren, dargestellt mit heute wachsenden Pflanzen, deren Verwandtschaft mit den fossilen Pflanzenresten, aus denen die Braunkohle besteht, festgestellt wurde.Die Findlingsallee besteht aus 76 eiszeitlichen Geschieben, die vor 580.000 - 128.000 Jahren mit den mächtigen Inlandeisgletschern aus den Gebirgen Skandinaviens und dem Ostseeraum bis in die Niederlausitz gelangt sind. Sie wurden überwiegend im Tagebau Jänschwalde geborgen.

Der Mammutbaumstubben wurde 1982 aus dem ca. 15 Millionen Jahre alten 1. Lausitzer Flöz des Tagebaus Klettwitz geborgen. Er hat ein Lebensalter von etwa 1200 Jahren (durch Jahresringe belegt)Stammdurchmesser 3,20 m, Wurzelstockdurchmesser 5,00 m, Gewicht bei der Bergung 22 bis 25 t.

Adresse

Museum der Natur und Umwelt
Bahnhofstraße 52
03046 Cottbus

Fon:
Bereich Biologie:
(0355) 38 07 76 4

Bereich Geologie:
(0355) 49 39 74 2

www.naturmuseum-cottbus.de

Öffnungszeiten

Zur Zeit ist das Museum der Natur und Umwelt Cottbus auf Grund fehlender Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit geschlossen.

Die Arbeitsräume des Museums der Natur und Umwelt, Bereich Biologie, befinden sich nun in der Bahnhofsstraße 52, in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums.
Die biologische Präparation, die Sammlungen und die Arbeitsräume des Bereichs Geologie befinden sich im Objekt Bärenbrücker Straße.

Museumspädagogische Aktivitäten können zur Zeit nur für den Tertiärwald im Spreeauenpark angeboten werden, Anmeldung unter (0355) 4939742 bei Ursula oder Rolf Striegler. Unter dieser Nummer können auch Besuche und Führungen im Ludwig-Leichhardt-Kabinett, welches sich im gleichnamigen Gymnasium (Cottbus, Hallenser Str.) befindet, vereinbart werden.
Das Kabinett ist außerdem während der Schulzeit mittwochs von 14-16 Uhr geöffnet.