Nach dem II. Weltkrieg hatte die Zitadelle sehr unterschiedliche Nutzungen. Jedoch war hier nie, wie oft fälschlich gemeint, Rudolf Hess inhaftiert. Heute wird die Festung ausschließlich kulturell genutzt. Sie beherbergt unterschiedlichste Museums- und Ausstellungsbereiche. Eine Dauerausstellung im Kommandantenhaus gibt Einblicke in die Geschichte der Burg und der Zitadelle. In der Westkurtine hinter dem Palas sind freigelegte Bodenfunde aus der Frühzeit der Burg zu besichtigen. Im linken Teil der Bastion Königin sind ca. 60 jüdische Grabsteine aus dem Mittelalter aufgestellt, die bei Ausgrabungen in der Zitadelle gefunden wurden. Auf der Bastion Kronprinz finden große Kunstausstellungen statt. Das Stadtgeschichtliche Museum im Zeughaus stellt im Erdgeschoss die Spandauer Geschichte in Grundzügen dar und zeigt im Obergeschoss jährlich wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte.
Darüber hinaus finden in den repräsentativen Räumen Konzerte und im Innenhof Großveranstaltungen statt und ein Großteil der Säle und Flächen kann für unterschiedlichste Veranstaltungen gemietet werden. Die Zitadelle beherbergt auch eine Jugendkunstschule, ein Puppentheater, Ateliers und einen Fledermausschauraum, denn 10.000 dieser Exemplare nutzen die Zitadelle als Winterquartier.