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Deutschlans gefährlichstes Denkmal

Nur 30 Kilometer vor der südlichen Berliner Stadtgrenze befindet sich das Gelände der ehemaligen Heeresversuchsstelle Kummersdorf. 70 Jahre lang, von 1875 bis 1945, wurde hier unter allerhöchster Geheimhaltung militärische Spitzentechnologie entwickelt und getestet.

Die Projektgruppe Heeresversuchsstelle Kummersdorf, an der auch der Museumsverband aktiv beteiligt ist, setzt sich dafür ein, das ursprünglich der Vorbereitung von Kriegen dienende Gelände zu einem friedlichen Ort der Bildung und der kritischen Reflexion umzugestalten.

Zur Heeresversuchsstelle ist nun ein Beitrag auf Spiegel Online erschienen.

„Museum in der Natur“ - Dokumentations- und Forschungszentrum Kummersdorf-Gut

Die Projektgruppe Heeresversuchsstelle Kummersdorf arbeitet an einer Zielkonzeption für die zukünftige Nutzung des Geländes. Sie bildet die Grundlage, das ursprünglich der Vorbereitung von Kriegen dienende Gelände zu einem friedlichen Ort der Bildung und der kritischen Reflexion – einem Museum in der Natur – umzugestalten. Das Konzept vereinbart die Vermittlung von Geschichte mit naturschutzfachlichen und denkmalfachlichen Setzungen und beschäftigt sich mit der Belastung der Fläche durch Altlasten und Munition.

Zielkonzeption - pdf (groß, ca. 10 MB)

Zielkonzeption - pdf (klein, ca. 5 MB)

Diskussions-Blog
 

Februar 2014

Kummer-Seeadler - nomen est omen
Das Windeignungsgebiet WEG 32 wird erheblich verkleinert

Man kann es so sagen: Das Seeadlerpaar in der Kummersdorfer Heide hat es nicht leicht. Wo sich andere Artgenossen früh und abends ein Blesshuhn vom Blankensee holen oder noch bequemer den nächsten Geflügelhof mit frei laufenden Hühnern "besuchen", macht das Kummersdorfer Paar seinem Namen Ehre. Es streift auf Nahrungssuche zwischen dem Mellensee und der Nuthe hin und her und muss weite Wege nach Beute abfliegen. Mal wird der Horst in der Sperenberger Ecke besetzt, mal der Vorposten bei Trebbin-Wiesenhagen. Und nicht jeder Flug bringt Erfolg - daher der Kummer.

Das hat nun dazu geführt, dass im Regionalplan das ursprüngliche Eignungsgebiet für die Windenergienutzung Nr. 32 "Trebbin-Wiesenhagen" von 723 auf 215 Hektar verkleinert wurde. Durch die Verkleinerung verbleibt den Seeadlern ein nicht durch Windräder verstellten Anflug auf die Nahrungsgebiete zwischen Nuthe-Urstromtal-Woltersdorf und -Liebätz. Im dortigen "Seeluch", einem Niederungsgebiet an der Nuthe, erscheinen die Seeadler hin und wieder zur Jagd auf Wasservögel und Säugetiere. Diese Entscheidung stützt sich auf mehrjährige Beobachtungen und eine Expertise des Zoologen Dr. Krone vom Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung.